Himalaya, Yeti und Erdbeben

Wie entstand das Himalaya-Gebirge?

Das Zusammenspiel der Arabischen und der Indischen Kontinentalplatte sorgen für eine weitere Erdbebengefahrenzone. Beide Platten bewegen sich in Richtung Norden und üben damit Druck auf die Eurasische Platte aus. Dieser Druck muss gewaltig sein, hat er doch in der Erdgeschichte für die Entstehung des Himalaya-Gebirges gesorgt, immerhin das höchste Gebirge auf diesem Planeten mit seinen Achttausendern. Verantwortlich dafür ist im Wesentlichen die Indische Platte, die noch lange nicht genug hat und weiterhin nach Norden drückt.

In Nepal und Nordindien muss die Bevölkerung jederzeit auf Erdbeben gefasst sein. Aber der Druck der Indischen Platte ist extrem, die aufgebaute Spannung hat Auswirkungen bis in weit entfernte Regionen in Zentralchina und in Chinas Osten.

Indien

In Kalkutta wird von einem katastrophalen Erdbeben mit Hunderttausenden von Toten im 18. Jahrhundert berichtet, die Fakten konnten allerdings nie historisch belegt werden. Definitiv stattgefunden hat ein Beben im Jahr 1905 in einem Himalaya-Tal im Nordwesten Indiens. Mehr als 20.000 Todesopfer soll es gegeben haben und ein Vielfaches an Verletzten. Auch im 21. Jahrhundert gab es bereits mehrere Beben mit solchen Opferzahlen, 2001 in der Provinz Gujarat und 2005 das schwere Kaschmir-Beben mit katastrophalen Folgen für Indien und Pakistan.

Nepal

2015 erbebte die Erde im Himalaya in Nepal mit einer Stärke von 7,8. Das Epizentrum lag nordwestlich der Hauptstadt Kathmandu, es folgten zahlreiche Nachbeben. Kurz darauf kam es erneut zu einem starken Beben, dieses Mal im Osten, nahe der Grenze zu China, auch hier traten Nachbeben auf. Diese Serie von Erdbeben gilt als die schwerste Katastrophe in der Geschichte des Landes. Nach Regierungsangaben gab es fast 9.000 Todesopfer und mehr als 20.000 Verletzte.

China

Auch China wurde im letzten Jahr von einem starken Beben der Stärke 6,5 heimgesucht. Das Epizentrum lag in der Provinz Sichuan im Jiuzhaigou-Naturschutzgebiet. Als Ursache sehen die Erdbebenforscher hier eine Blattverschiebung innerhalb der Eurasischen Platte.