Erdbeben in Lombok – Reaktionen der Veranstalter

Reaktionen der Veranstalter

Nachdem es in diesem Sommer nahe der indonesischen Urlaubsinsel Lombok mehrfach zu starken Erdbeben gekommen ist, haben die Reiseveranstalter umgehend reagiert. Gäste auf Lombok und den Gili-Inseln wurden evakuiert. Wer bereits eine Reise nach Lombok oder Umgebung gebucht hat, kann bei fast allen Anbietern kostenlos umbuchen oder stornieren.

Generell lässt sich sagen, dass alle Veranstalter die Lage vor Ort in der Erdbebenregion sehr genau beobachten und mit den zuständigen Behörden in Kontakt stehen. Wenn Sie Änderungsbedarf an gebuchten Reisen sehen, gehen Sie aktiv auf Ihre Kunden zu. Schäden an Hotelanlagen oder anderer touristischer Infrastruktur werden untersucht und je nach Ergebnis der Analyse werden weitere Maßnahmen ergriffen.

Allerdings machen die Veranstalter auch klar, dass für Reisen nach Bali und andere Reiseziele in Indonesien die regulären Zahlungs- und Reisebedingungen gelten.

Reiserecht

Das Reiserecht in Deutschland ist hier eindeutig. Der Kunde hat nur dann ein Anrecht auf Minderung des Reisepreises, wenn eine Naturkatastrophe seine Reise spürbar negativ beeinträchtigt hat. Oder falls der Veranstalter seine Informationspflicht verletzt haben sollte. Eine Katastrophe in der Nähe des Urlaubsortes ist keine Grundlage für eine Reisepreisminderung. Und die Angst vor einer Naturkatastrophe erst recht nicht.

Das erklärt die umgehende Reaktion der Veranstalter. Solange nicht klar ist, ob es Schäden an der Infrastruktur gibt, ist man bemüht, den Gästen eine Ersatzunterkunft anzubieten. Bei tatsächlich vorhandenen Schäden hätte der Gast ein Anrecht darauf. Aber die Veranstalter haften nur für das, was sie selbst zu verantworten haben, nicht für höhere Gewalt.

Auch der Informationspflicht will man nachgehen, indem man aktiv auf Urlauber zugeht, die bereits eine Reise in die betroffene Region gebucht haben. Die kostenlosen Umbuchungs- und Stornierungsangebote sind allerdings eher eine Kulanzleistung oder Vorsichtsmaßnahme, falls es Schäden an der Hotelinfrastruktur gibt.

Auswärtiges Amt

Der Internet-Auftritt des Auswärtigen Amtes macht klar: “Von nicht erforderlichen Reisen in den Norden von Lombok und auf die Gili-Inseln wird derzeit vorerst abgeraten.” Das ist allerdings keine offizielle Reisewarnung wie sie beispielsweise für Krisengebiete ausgesprochen wird.