Der pazifische Feuerring

Nicht überall auf unserem Planeten kommt es mit gleicher Häufigkeit zu Erdbeben. Einige Regionen sind stärker betroffen als andere. Auch wenn die meisten schon mal in Deutschland ein kleines Erdbeben miterlebt haben, so ist das nicht vergleichbar mit den Katastrophen, die aus anderen Ländern berichtet werden, beispielsweise Indonesien oder China.

Tektonische Aktivitäten

Unsere Erdkruste besteht aus sieben großen Kontinentalplatten. Reiben sich diese Platten aneinander, entsteht Spannung,, die sich später in einem Erdbeben entlädt. Etwa 90 Prozent der Erdbeben finden entlang der Pazifischen Kontinentalplatte statt. An dieser Plattengrenze befinden sich zahlreiche Vulkane, daher spricht man oft vom “Pazifischen Feuerring”.

Zwar sind die Bewegungen dieser Platten sehr langsam, aber Stück für Stück wird damit einiges in Bewegung gebracht. Auf diese Weise sind immerhin Gebirge wie die Anden und der Himalaya entstanden. Auch die Ozeanböden nehmen an diesem Bewegungsspiel teil, sie schieben sich ganz langsam unter die Kontinentalplatten und schaffen damit Tiefseerinnen und vulkanische Inselketten.

Diese tektonischen Aktivitäten erzeugen unvorstellbare unterirdische Spannungen. Magmakanäle von Vulkanen werden dadurch geöffnet oder Erdbeben ausgelöst. Entlang dieses Feuerrings liegen beispielsweise Indonesien, die Philippinen und Japan, aber auch die USA und Mexiko, Peru und Chile.

Starke Erdbeben

Wer erinnert sich nicht an das starke Erdbeben vor der Küste Japans, das mittelbar für die Atomkatastrophe in Fukoshima verantwortlich war, bei der ein riesiger Teil Japans verseucht wurde?

Erst vor Kurzem gab es wieder mehrere starke Beben in der Nähe der Fiji-Inseln und in Indonesien. Ausgerechnet auf der Ferieninsel Lombok waren zahlreiche Opfer zu beklagen, Tote und Verletzte. Gerade in dieser Region gibt es in diesem Jahr zahlreiche starke Beben zu vermelden. In Fiji gab es glücklicherweise nur wenige Schäden, da sich das Epizentrum fernab der Inseln im Ozean befand.

Auch im Länderdreieck Peru, Brasilien, Bolivien wurde wieder ein Beben der Stärke 7,0 gemeldet. Jährlich gibt es weltweit etwa 20 solche Beben.

Anfang des Jahres spuckte der Vulkan Mayon auf den Philippinen immer wieder Asche und Lava, die Menschen flüchteten in Panik aus der Region.